Reben

Die Weinrebe ist seit jeher Teil der Kulturgeschichte des Menschen. Früher wild gesammelt, war es vor langer Zeit schon die Kulturrebe Vitis vinifera, welche die Sinne berauschte, und es bis heute tut. Kaum einer anderen Pflanze hat der Mensch so viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Auch in der Schweiz wird schon seit der Römerzeit Wein angebaut und gekeltert. Dank verschiedenen Einflüssen aus den Nachbarländern und den unterschiedlichen klimatischen Regionen haben sich hier zahlreiche Sorten etabliert.

Resistente Rebsorten für einen ökologischen Anbau

Der Anteil biologisch bewirtschafteter Rebfläche hat in den letzten beiden Jahren stark zugenommen. Es sind jetzt zirka 400 Hektaren. Auch beim Sortiment gab es in den letzten Jahren eine grosse Entwicklung. Insbesondere in feuchteren Regionen der Deutschschweiz erlangen pilzwiderstandsfähige Sorten (Piwi) immer grössere Bedeutung. Heute stehen einige in- und ausländischen PIWI-Züchtungen zur Verfügung, die durch hervorragenden Wein überzeugen, ob sortenrein ausgebaut oder zu harmonischen Cuvées gemischt. Das bestätigen zahlreiche Auszeichnungen an Degustationen und Weinprämierungen.

Resistente Rebsorten

PIWI-Sorten verbessern die Ökologie durch eingesparte Pflanzenschutzbehandlungen und führen dadurch zu geringerer Bodenbelastung und zu einer Stärkung des Ökosystems. Je nach Sorte und Niederschlagsverhältnisse reichen 2 bis 4 Behand-lungen in der Periode vor bis nach der Blüte, um zusammen mit der natürlichen Abwehrkraft der Pflanze eine hohe Ertragssicherheit und Qualität zu gewährleisten. Diese Extensivierung im Pflanzenschutz hat nicht nur geringere Pflanzenschutzkosten zur Folge, sie erhöht dank vollständigem Kupferverzicht auch die Glaubwürdigkeit der Bioproduktion. Zudem kann der Pflanzenschutzstress des Produzenten vermindert und die Befriedigung erhöht werden.